S

 

Saal, m.

Sool, m., pl. -sääl

de Sool is nich grout nouch . Der Saal ist nicht groß genug

Saat, f.

Soot, f., pl. -n

in't Soot scheit'n – zu schnell wachsen

Saatkrähe, f.

Sootkrai, f., pl. -n

vo de Sootkrai'n kanns di nich rett'n – es gibt zuviele Saatkrähen

Sabbelei

Sabbelei, pl. -n

de Sabbelei gait mi an'n Mors vobi – die Sabbelei interessiert mich nicht

sabbeln

sabbeln [ek sabbel, du sabbels, he/se sabbelt, wi/ji/se sabbelt][ek sabbel, du sabbels, he/se sabbel, wi/ji/se sabbeln][sabbelt]

wat sabbels du dor rum?– was laberst du?

sabbern

sabbern [ek sabber, du sabbers, he/se sabbert, wi/ji/se sabbert][ek sabber, du sabbers, he/se sabber, wi/ji/se sabbern][sabbert]

ek hebb sabbert – ich habe gesabbert

Säbel, m.

Seeb'l, m., pl. -s

min Opa dröich noch'n Seeb'l – mein Opa trug noch einen Säbel

Sabotage, f.

Sabotoosch, f.

de Partisan'n hebbt Sabotoosch mookt – die Partisanen haben Sabotage gemacht

sabotieren

Sabotier'n

he woll den Besluss sabotiern, he hedd sek ober besunn'n – er wollte den Beschluss sabotieren, hat sich aber besonnen

Sache, f.

Sook, f., pl. -n

de Sook dein'n – der Sache dienen; op de Sook betoog'n – sachbezogen; gout fo de Sook – sachdienlich

Sachse, m.

Sax, m., pl. - n

si sind de Sax'n – so sind die Sachsen

sacht

sach, liis

se hedd dat ganz sach mookt – sie hat das ganz sacht gemacht

Sack, m.

Sack, m., pl. Säck

ein Sack Zement – ein Sack Zement

Sackkarre, f.

Sackkoar, f., pl. -n

de Sackkoar hedd kein Luff meer – die Sackkarre hat keine Luft mehr

säen

sai'n [ek sai, du sais, he/se sait, wi/ji/se sait][ek sai, du sais, he/se sai, wi/ji/se sai'n][sait]

ek hebb Hoobern sait – ich habe Hafer gesät

Saffran, m.

Saffraan, m.

Saffraan mookt den Kouk'n geel – Safran macht den Kuchen gelb

Saft, m.

Saff, m., pl. Säfte

Christa hedd Saff mookt – Christa hat Saft gemacht

Säge, f.

Sooch, f., pl. Soogen

Heinz hedd sek ne neie Sooch koff – Heinz hat sich eine neue Säge gekauft

Sägeblatt, n.

Soochblatt, n., pl. -blöar

dat Soochblatt is dörbrook'n – das Sägeblatt ist durchgebrochen

Sägebock, m.

Soogebuck, m., pl. -böck

oon Soogebuck kanns dat nich soog'n – ohne Sägebock kannst du das nicht sägen

Sägemehl, n,

Soogekaff, n., Soogemeel, n.

dat Soogemeel kanns noch bruuk'n – das Sägemehl kann man noch gebrauchen

Sagen, n.

Seig'n, n.

Margot hedd dar Seig'n – Margot hat das Sagen

sagen

seig'n [ek seich, du sechs, he/se sech, wi/ji/se seicht][ek sä, du säs, he/se sä, wi/ji/se sän][sech]

vertell'n

ek seich di dat blous einmool – ich sage dir das nur einmal; dat kann ek di vertell'n – das kann ich dir sagen

sägen

soog'n [ek sooch, du soochs, he/se soocht, wi/ji/se soocht][ek söich, du söichs, he/se söich, wi/ji/se söig'n][soocht]

ek will den Boum afsoog'n – ich will den Baum absägen

Sägespäne, f.

Soochspöön, f., pl. -

de Soochspöön koomt in 'n Goarn – die Sägespäne kommen in den Garten

Sago, n.

Sogo, n.

fröier geiv dat fook'n Sogo – früher gab es häufig Sago

Sahne, f.

Soone, f.

to den Kouk'n eit'n wi Slachsoone - zum Kuchen aßen wir Schlagsahne

Saison, f.

Sesong, f., pl. -s

de Sesong is nu vobi – die Saison ist nun vorbei

Salat, m.

Seloot, m.

dor hebbt ei den Seloot!– da haben wir den Salat!

Salbe, f.

Salb'n, f., pl. -

de Salb'n helpt nich – die Salbe hilft nicht

Saline, f.

Saliin'n, f., pl. -n

in'n Park sind Saliin'n – im Park sind Salinen

Salon, m.

Salong, m., pl. -s

wi keim'n in'n Salong to sitten – wir setzten uns in den Salon

salonfähig

salongfähich

se is salongfähich un kann sek sei'n loot'n – sie ist salonfähig und kann sich sehen lassen

Salpeter, m.

Salpeter, m.

dat Schipp hedd Salpeter ladd – das Schiff hat Salpeter geladen

Salut, m. (sog. Ehrenschüsse)

Saluut, m.

de Köinigin weer inladd un se hebbt Saluut schoot'n – die Königin war eingeladen und sie haben Salut geschossen

Salve, f. (gleichzeitiges Abfeuern von Geschossen)

Salwe, f. , pl. -n

toun Geburtsdach hebbt se ne Salwe schoot'n – zum Geburtstag haben sie eine Salve geschossen

Salz, n.

Solt, n.

dor is toveel Solt an – da ist zuviel Salz dran

salzen

solt'n

(ek solt, du solts, he/se solt, wi/ji/se solt][ek solt, du solts, he/se solt, wi/ji/se solt'n][solt]

ek hebb dat onnich solt – ich habe das stark gesalzen

Salzhering, m.

Soltheering, m., pl. -e

de Soltheering is in Solt inlech – der Salzhering ist in Salz eingelegt

salzig

solt'n

dat Eet'n is mi to solt'n – das Essen ist mir zu salzig

Salzlake, f.

Pökel, m.

fröier hedd man dat Fleisch fook'n pöökelt – rüher hat man das Fleisch häufig gepökelt

Samen, m.

Soom'n, m., pl. -, Soot, f.

de Soot is oploup'n – die Samen sind aufgelaufen

sämig

seemich

dat is noch nich seemich nouch – das ist noch nicht sämig genug

sammeln

sammeln [ek sammel, du sammels, he/se sammelt, wi/ji/se sammelt][ek sammel, du sammels, he/se sammel, wi/ji/se sammeln][sammelt]

ek hebb Breivmaark'n sammelt – ich habe Briefmarken gesammelt

Sammelsurium, n.

Sammelsurium, n.

dat is'n grout Sammelsurium – das ist ein großes Sammelsurium

Sammlung, f.

Sammlung, f., pl. -n

dat hört nich in de Sammlung – das gehört nicht in die Sammlung

samt

samt, met

samt un sonners – samt und sonders

Samt, m.

Samt, m.

de gait in Samt un Siide – sie geht in Samt und Seide

sämtlich

sämtlich, all

he verstodd gegen sämtliche Reegeln – er verstößt gegen sämtliche Regeln

Sand, m.

Sand, m.

Sand is düer wurn – Sand ist teuer geworden

Sandbank, f.

Sandbank, f., pl. -bänk

ek bin op eine Sandbank loup'n – ich bin auf eine Sandbank gelaufen

Sandgrube, f.

Sandkuul, f., pl. -n

se isin de Sandkuul'n full'n – sie ist in die Sandgrube gefallen

Sandhaufen, m.

Sandbaarch, m., pl. -baarge, Sandbult'n, m., Sandhoup'n, m.

vo'n Huus lich'n Sandbaach – vor dem Haus liegt ein Sandhaufen

Sanduhr, f.

Sanduur, f., pl. -n

de Sanduur is dör – die Sanduhr ist durch

sanft

sacht, sanft

He hedd dat ganz sanft mookt – er hat das ganz sanft gemach

Sänger, m.

Sänger, m., pl. -s

de Sängers weern aal besoop'n – die Sänger waren alle betrunken

sanitäre Anlagen, f.

sanitere Anloog'n, f.

de saniter'n Anloog'n sind noch gout in Schuss – die sanitären Anlagen sind noch in Ordnung

Sarg, m.

Saach, m., pl. Särge

dat is'n eik'n Saarch – das ist ein Sarg aus Eiche

Sargtischler, m.

Saarchmooker, m., pl. -s

den Saarchmooker gait dat jümmer gout – dem Sargtischler geht es immer gut

Satan, m.

Saatan, m.

dat weer de Saatan – das war der Satan

Satin, m. (glänzendes Seidengewebe)

Sateng, m.

ek tei vondooch miin Satengbluus'n an – ich ziehe heute meine Bluse aus Satin an

satt

satt, vull

wenn de Muus satt is, smeckt dat Meel bitter – wenn die Maus satt ist, schmeckt das Mehl bitter; wenn de Hund satt is ledd he siin Knurr'n – wenn der Hund satt ist, knurrt er nicht mehr; satt mook'n – sättigen; vondooch kanns du satt Kouk'n eet'n – heute kannst du satt Kuchen essen

Sattel, m.

Sood'l, m., pl. s

de Sood'l is to weik – der Sattel ist zu weich

satteln

soodeln

nu sood'l mool din Zoss'n – nun sattle mal deine Mähre

sättigen

sättig'n

satt mook'n - sättigen

Sättigung, f.

Sättigung, f.

ne Sättigung hess du erst no 10 Minut'n – eine Sättigung hast du erst nach 10 Minuten

Sattler, m.

Sootler, m., pl. -s

dat mookt de Sootler – das macht der Sattler

Satz, m.

Satz, m., pl. Sätz

kanns du ouk 'n ganz'n Satz seig'n? – kannst du auch einen ganzen Satz sagen?; he hedd'n Satz mookt – er hat einen Satz mookt; wi speelt den 1. Satz nochmool – wir spielen den 1. Satz noch einmal

Sau, f.

Sööch, f., pl. Söög'n

de Sööch hedd seeb'n Faak'n – die Sau hat sieben Ferkel

sauber

rain, schier, onnich, blitzblank

rain mook'n - saubermachen

saubergemacht

rainmookt

se hedd den Woog'n rainmookt – sie hat den Wagen saubergemacht

Sauberkeit, f.

Sauberkait, f.

Sauberkait is wichtich – Sauberkeit ist wichtig

saubermachen

rainmook'n, putz'n, opkloarn

wenn ek no Huus koom, mutt ek dat ers mool opkloarn – wenn ich nach Hause komme, muss ich erst einmal saubermachen

Sauce, f.

Sooße, f., pl. -n

de Sooße is to fett – die Sauce ist zu fett

Sauciere, f.

Sooßjiere, f., pl. -n

de Sooßjieren feelt noch – die Saucieren fehlen noch

Sauerei, f.

Swiinkroom, m.

dat is Swiinkroom – das ist eine Sauerei

Sauerfleisch, n,

Suerfleisch, n.

dat giff Suerfleisch – es gibt Sauerfleisch

säuerlich

suer

dat smeckt suer – das schmeckt säuerlich

Sauerteig, m.

Suerdeich, m.

ek will 'n Suerdeich mook'n – ich will einen Sauerteig machen

saufen

suup'n, picheln

veel Suup'n mook de Nees dick un den Büüd'l dünn – das viele Saufen macht die Nase dick und den Beutel dünn

Säufer, m.

Süüper, m., pl. -s, Spriitkopp, m., pl. -köpp

Helmut is'n Süüper – Helmut ist ein Söufer

saugen

suug'n

dat Kaalv such an den Titt – das Kalb saugt an dem Euter

säugen

söig'n, still'n

den Titt geeb'n – säugen, stillen

Säule, f.

Süül, f., pl. -n

de Süül'n is umfull'n – die Säule ist umgefallen

Säuling, m.

Schiitbüüd'l. m. pl. -s

he is noch'n littsch'n Schiitbüüd'l – er ist noch ein kleiner Säugling

Saum, m.

Soum, m., pl. öi

de Soum is lous – der Saum ist los

säumen

söim'n

Uschi well er Kleid söim'n – Uschi will ihr Kleid söumen

säumig

 

he kummt dor nich met ober – er ist säumig

Säure, f.

Säure, f., pl. -n

de Säure fritt aals keputt – die Säure frisst alles kaputt

sausen

suus'n

he suust de Stroot'n lang – der saust die Straße entlang

Sauwetter, n.

Schiitwear, n.

jümmer dat gliike Schiitwear – immer das gleiche Sauwetter

schaben

schrabb'n [ek schrabb, du schrabbs, he/se schrabbt, wi/ji/se schrabbt] [ek schrabb, du schrabbs, he/se schrabb, wi/ji/se schrabb'n] [schrabbt]

se schrabbt de Wuddeln af – sie schabt die Möhren ab

Schaber, m.

Schrabber, m., pl. -s

giff mi mool den Schrabber – gib mir mal bitte den Schaber

Schaberrnack, m.

Schoobernack, m.

nu driiv mool kein Schoobernack met mi – nun treib mal keinen Schabernack mit mir

schäbig

scheebich, schoofelich, miis

de Box'n is totool scheebich - die Hose ist sehr schäbig

Schablone, f. (Muster, Vorlage)

Schabloun'n, f., pl. -n

wenn ek'n Muster an de Wand hebb'n will, mook ek mi ne Schabloun'n neem'n – wenn ich ein Muster an der Wand haben will, muss ich mir eine Schablone nehmen

Schach, n.

Schach, n.

Rolf un ek hebbt in jung'n Joarn fook'n Schach speelt – Rolf und ich haben in jungen Jahren oft Schach gepielt

Schachbrett, n.

Schachbrett, n.

'n Schachbrett kann man sülls bau'n – ein Schachbrett kann man selbst bauen

Schachtel, f.

Schacht'l, f., pl. -n

Heinz mach unhaimlich gern Schacht'ln – Heinz liebt Schachteln

Schachtelhalm, m.

Schach'lhalm, m., Duwock, m., pl. -n

de Schachtelhalm is al ganz oult – der Schachtel halm ist schon sehr alt

schade

schoar

dat is'n Jammer – das ist schade

Schädel, m.

Dassel, m., Dööz, m., Breeg'nkass'n

ek hebb mi den Dööz instott – ich habe mir den Schädel eingestoßen

Schaden, m.

Schoan, m., pl. -

dör Schoan watt'n klouk, oober nich riik – durch Schaden wird man klug aber nicht reich; he is gistern to Malöör koom'n – er ist gestern verunglückt

schaden

schoan

Heinz hedd Günter nix doon – Heinz hat Günter nichts getan; dat schoart nich – das schadet nicht

schadhaft

slech, schoodhaff

dat Auto hedd'n Schoan – das Auto hat einen Schaden

schädigen

schoan

du stais di süll in Luch – du schädigst dich selbst; se well em schoan – sie will ihn schädigen

Schädigung, f.

Scheedigung, f., pl. -n

disse Scheedigung hedd se met Afsich mookt – diese Schädigung hat sie absichtlich gemacht

Schaf, n.

Schoop, n., pl. Scheep

ein swaat Schoop is jümmer dorbi – ein schwarzes schaf ist immer dabei

Schäfer, m.

Scheiper, m., pl. -s

op'n Kalberkamp geiv dat ouk 'n Scheiper – auf dem Kalberkamp gab es auch einen Schäfer

schaffen

schaff'n, beschick'n, tostann bring'n, wupp'n

wi schafft dat, sä Angela – wir schaffen das, sagte Angela; kanns du dat ouk wupp'n? – kannst du das auch wirklich schaffen?

Schafkopf, m.

Schoopkopp, m.

ek will Schoopkopp lern'n – ich will Schafkopf lernen

Schafott, n.

Schafott, n., pl. -n

du kumms noch mool op't Schaffott – du kommst noch mal auf das Schafott

Schafskopf, m.

Schoopskopp, m.

den Kopp von'n Schoop nennt wi Schoopskopp – den Kopf eines Schafes nennen wir Schafskopf

Schaftstiefel, m.

Schaffsteeb'l, m., pl. -s

bi de oul'n Uniform'n hedd dat noch Schaffsteeb'ls geeb'n – bei den alten Uniformen hat es noch Schaftstiefel gegeben

Schägerei, f.

Klopperei, f., pl. -n

op jed'n Schütz'nfess weer ne Klopperei – auf jedem Schützenfest gab es eine Schlägerei

Schäkel, m.

Scheek'l, m., pl. -s

de Scheek'l hollt dat – der Schäkel hält das

schäkern

scheekern, anbänneln

he scheekert met er rum – er schäkert mit ihr herum

Schal, m.

School, m., pl. -s, Haalsdouk, pl. -döiker

bi ditt Wear bruuks du al'n School – bei diesem Wetter brauchst du schon einen Schal

schal

school, labberich

de Wiin smeckt labberich – der Wein schmeckt schal

Schale, f.

School'n, f., pl. -, Pell, pl. -n

de School'n sind gesund – die Schalen sind gesund; diesse School'n is fo den Hund – diese Schale ist für den Hund

schälen

schell'n

se kann noch nich mool Tuffeln schell'n – sie kann noch nicht mal Kartoffeln schälen

Schalk, m.

Schalk, m.

he hedd den Schalk in'n Nack'n – er hat den Schalk im Nacken

Schall, m.

Schall, m., Bums, m.

wo kummt de Schall her? - woher kommt der Schall?

schallen

schall'n, bums'n

dat schallt ober gewalltich – das schallt aber sehr

Schallloch, n.

Schallock, n., pl. -lööker

de Gitarre hedd'n Schalllock – die Gitarre hat ein Schallloch

Schalmei, f.

Schalmai, f., pl. -n

se hebbt ne Schalmai speelt – sie haben eine Schalmei gespielt

Schalotte, f,

Schalott'n f. pl. -

ek broa de Tuffeln richtich met Schalott'n an – ich brate die Kartoffeln so richtig mit Zwiebeln an

schalten

schalt'n, doun

ek schallt dat Luch ut – ich schalte das Licht aus

Schalter, m.

Schalter, m., pl. -s, Knipser, pl. -s

de Schalter is keputt – der Schalter ist kaputt

Schaltung, f.

Schaltung, f., pl. -n

disse Schaltung kenn ek nich – diese Schaltung kenne ich nicht

schämen

scheem'n

du schass di wat scheem'n – du solltest dich schämen

schamhaft

schenant

se is'n beet'n schenant – sie ist ein wenig schamhaft

Schande, f.

Schann, f., Blamoosch, f.

dat is'n Schann – das ist eine Schande

schänden

schänn'n

he hedd er schännt – er hat sie geschändet

schändlich

schändlich, schoofel

dat is ein Schann wert – das ist schändlich

Schanze, f.

Schanz'n, f., pl. -

se hebbt ne Schanz'n bout – sie haben eine Schanze gebaut

Schar, f.

Schoar, f., Kopp'l, f., Schouv, n.

ek hebb ne Schoar Spatz'n sein – ich habe eine Schar Spatzen gesehen

scharen

schoarn

se schoart sek tosoom'n – sie scharen sich zusammen

scharf

schaarp

de Zopp'n is oarich schaarp – die Suppe sehr scharf

Schärfe, f.

Schärfe, f., pl. -n

de Schärfe muss du instell'n – die Schärfe musst du einstellen

schärfen (Sense)

hoan, schaarp mooken

min Opa hedd jimmer de Seis'n hoart – mein Opa hat immer die Sense geschärft; twischendöör hedd he de Seis'n streek'n

Scharlach, m.

Scharlach, m.

 

se kann wegen Scharlach nich no Schoul – sie kann wegen Scharlach nicht zur Schule gehen

Scharnier, n.

Heng, m., Schanier, n.

dat Heng is utlaiert – das Scharnier ist kaputt

Schärpe, f.

Scherpe, f.

se drich ne Scherpe – sie trägt eine Schärpe

scharren

scharr'n

dat Peerd scharrt met'n Huuf – das Pferd scharrt mit dem Huf

Scharte, f.

Schart'n, f., pl. -

se hedd ne Schart'n – sie hat eine Scharte

scharwenzeln

schawenzeln

se schawenzelt um em rum – sie scharwenzelt um ihn herum

Schäse ,f. (altes Fahrzeug

Scheese. f., pl. -n

dat is viilich ne oule Scheese – das ist sehr alte Schäse

schassen (fortjagen, vertreiben)

schass'n

se willt em schass'n – sie wollen ihn hinauswerfen

Schatten, m.

Schadd'n, m.

du stais mi in'n Schadd'n – du stehst mir im Schatten

Schatulle, f.

Schatull'n, f., pl. -

de Schatull'n weer leddich – die Schatulle war leer

Schatz, m.

Schatz, m., pl. Schätz; Leivste, Leivster

se hebbt den Schatz nich funn'n – sie haben den Schatz nicht gefunden

schätzen

taxeern, schätz'n

ek houl groude Stück'n op Heini – Ich schätze Heini sehr; kanns du nat nich inschätz'n? – kannst du das nicht einschätzen?

Schätzung, f.

Schätzung, f., pl. -n

de Schätzung weer to minn- die Schätzung war zu niedrig

Schauer, m.+n.

Schuer, n., pl. -n

ek will dat Schuer aftäib'n – ich will den Schauer abwarten: de Kai stoot in't Schuer – die Kühe stehen in dem Schauer

schauern

schuern

dat well schuern – das will schauern

schauert

schuert

dat schuert gewalltich – es schauert stark

Schaufel, f.

Schibb'n, f., pl. -s

ek hebb den Schipp'nsteel afbrook'n – ich habe den Schaufelstiel abgebrochen

schaufeln

schibb'n

schipp den Sand dor mool wech – schaufle den Sand dort bitte weg

Schaukel, f.

Schauk'l, f., pl. -n

Inge hedd ne Schauk'l kreeg'n – Inge hat eine Schaukel bekommen

schaukeln

schaukeln

as Jung hebbt ek met Renate, Ingrid un Hannelore schaukelt – als Junge habe ich mir Renate, Ingrid und Hannelore geschaukelt; dat Bout dümpelt – das Boot schaukelt sanft

Schaukelpferd, n.

Schaukelpeerd, n., pl. -peer

as Kind hebb ek kein Schouk'lpeerd hatt – als Kind habe ich kein Schaukelpferd gehabt

Schaum, m.

Schuum, m.

de Schuum hedd dat Füer löscht – der Schaum hat das Feuer gelöscht

schäumen

schüüm'n

dat schüümt onnich – das schäumt sehr

Schauspiel, n.

Schouspeel, n., Teoterspeel

dat Schouspeel hedd mi gefaal'n – das Schauspiel hat mir gefallen

Schauspieler, m.

Schouspeeler, m., pl. -s

Werner is'n Schouspeeler – Werner ist ein Schauspieler

Scheck, m.

Scheck, m., pl. -s

vondooch betoolt man nich meer met'n Scheck – heute bezahlt man nicht mehr per Scheck

scheesen

schees'n

nu schees nich so rum – nun renn nicht so hin und her

scheffeln

scheffeln

Lore hedd jimmer blous Geld scheffelt – Lore hat immer nur Geld gescheffelt

Scheibe, f.

Schiib'n, f., pl. -

de Schiib'n is nu twai – die Scheibe ist nun kaputt

scheiden

schaid'n, utnannergoon

Margot un Werner hebbt sek schaid'n loot'n – Margot und Werner haben sich scheiden lassen.

Schein, m.

Schiin, m., pl. -n, Zeet'l, m., pl. -s

he hedd sin Schiin nich kreeg'n – er hat seinen Schein nicht bekommen

scheinen

dünken, schiin'n

mi dücht - mir scheint; de Sünn schiint – die Sonne scheint

scheinheilig

flai

se kickt so flai – sie guckt so scheinheilig

Scheiße, f.

Schiit, m.

dat is Schiitkroom - das ist Mist

scheißen

schiit'n, kack'n puup'n

dat is man nich blouß, schiit dor man hen, dat mutt ouk stink'n – alte plattdeutsche Bauernregel

Scheitel, m.

Schaid'l, m.

Heinz drich kein'n Schaid'l – Heinz trägt keinen Scheitel

scheitern

 

dormet faalt he op'n Buuk – damit fällt er auf den Bauch; se kreich kein Bein an de Eer – sie ist gescheitert

Schelle, f.

Ping'l, f., pl. -n

de Ping'l gait nich – die Klingel ist kaputt

Schelm, m.

Schelm, m., pl. -n, Grapp'nmooker, m., Uul'nspeeg'l, m.

du biss mi viilich 'n Grapp'nmooker – du bist mir vielleicht ein Schelm

Schelmenstreiche, f.

Kneip, f.

de Jung hedd blous Kneip in'n Kopp – der Junge hat nur Unsinn im Kopf

Schelte, f.

Utschimpe, f.

he krich wo Utschimpe – er bekommt wieder Schelte

schelten

utschimp'n, blaff'n

se schimpt em ut – sie schimpft ihn aus

Schemel, m.

Scheem'l, m., Buck, m., pl. Bück

to'n Melk'n bruukt man 'n Scheem'l – zum Melken benötigt man einen Schemel

Schenke, f.

Gasthuus, n., pl. -hüüs, Wertshuus, n., pl. -hüüs

giff dat bi jou'n Wertshuus? – gibt es bei euch ein Wirtshaus?

Schenkel, m.

Schenk'l, m., pl. -

he hout sek op den Schenk'l – er haut sich auf den Schenkel

schenken

schenk'n

du schass mi doch nix schenk'n – du sollst mir doch nichts schenken

Scheppern, n.

Scheppern, n.

dat Scheppern weer wiit to hör'n – das Scheppern war weit zu hören

scheppern

scheppern

dat scheppert gewalltich – das scheppert gewaltig

Scherbe, f.

Scherb'n, f., pl. -

sowat giff blous Scherb'n – so etwas gibt nur Scherben

Schere, f.

Schär, f., pl. -n

de Putzbüüd'l bruukt ne Schär – der Friseur braucht eine Schere

scheren

schär'n

ek will den Knick schär'n – ich will die Hecke schneiden

Schererei, f.

Schärerei, f., pl. -n

dat giff blous Schärerei'n – es gibt nur Scherereien

Scherz, m.

Spooß, m.

ek hebb doch blous Spooß mookt – ich habe doch nur einen Scherz gemacht

Scheu, f.

Bang, f.

se hedd Bang – sie hat Scheu

scheu

bang

he is bang – er hat Angst

Scheuer, f.

Schuer, n., pl. -n

ek föier Hau in dat Schuer – ich fahre Heu in die Scheuer

scheuern

schüür'n, sek schubb'n

du schüers di gliik ein – du scheuerst dir gleich einen

Scheuerpfahl, m.

Schüerpool, m., pl. -n

he is fo em'n Schüerpool – er ist für ihn ein Scheuerpfahl

Scheune, f,

Schüün, f., pl. -

ek föier den Woog'n in de Schüün'n – ich fahre den Wagen in die Scheune

Schicht, f.

Schich, f., pl. -ten

ek mook de tweite Schich – ich mach die zweite Schicht

schichten

schicht'n, oberannerleig'n

he schicht dat um – er schichtet das um

schicken

schick'n

dat schickt sek nich – das gehört sich nicht, ek schick Hannelore 'n Breiv – ich schickte Hannelore einen Brief

schicklich

schicklich

dat weer nich schicklich nouch – das war nicht schicklich genug

Schicksal, n.

Schicksool, n., pl. -n

kummt allns sou, as dat koom'n mutt – es kommt so, wie es kommen muss; Glück un Nout, de goot ern Gang as Ebb un Flout – Glück und Not, die gehen ihren Gang wie Ebbe und Flut

Schicksalsschlag

 

Unglück is'n gewaltig'n Schoulmester - Unglück ist ein guter Lehrer; wenn ein Unglück kummt, hollt noch'n ganz'n Woog'n vull vo de Döör – ein Unglück kommt nicht allein

schieben

schuub'n [ek schuuv, du schuffs, he/se schuff, wi/ji/se schuuvt][ek schöiv, du schöivs, he/se schöiv, wi/ji/se schöib'n][schoob'n]

Sshuuv den Termin nich so wiit ruut – schiebe den Termin nicht so weit raus

Schieber, m.

Schiiber, pl. -s, Schott, pl. -n

de Schiiber is afbrook'n – der Schieber ist abgebrochen

Schiebetür, f.

Schuuvdöör, f., pl. -n

de Schuuvdöör stait oop'n – die Schiebetür ist offen

Schiebkarre, f.

Schuuvkoar, f., pl. -n

de Schuuvkoar is platt – die Schiebkarre ist platt

schief

scheiv

'n beet'n scheiv hett Gott leiv – ein bisschen schief hat Gott lieb; de scheibe drei – die schiefe drei

Schielauge, n.

Schiilouch, n., pl. -oug'n

he hedd'n Schiilouch – er hat ein Schielauge

schielen

schiil'n [ek schiil, du schiils, he/se schiilt, wi/ji/se schiilt][ek schiil, du schiils, he/se schiil, wi/ji/se schiil'n][schiilt]

he kickt twass – er schielt; he schiilt 'n beet'n- er schielt ein wenig

Schiene, f.

Schiin'n, f., pl. -n

de Schiin'n sind dörbrook'n – die Schienen sind durchgebrochen

schienen

schiin'n

se hebbt em dat Bein schiint – sie haben ihm das Bein geschient

schier

schier, rain

ek eet de Wuss schier – ich ess die Wurst ohne Brot

Schierenbeck (Familienname)

Schiernbeek

 

Schießbude, f.

Scheitbuud, f., pl. -n

min Opa güng met mi no de Scheitbuud – mein Opa ging mit mir an die Schießbude

schießen

scheit'n [ek scheit, du schüss, he/se schütt, wi/ji/se scheit][ek schöit, du schöits, he/se schöit, wi/ji/se schöit'n][schoot'n]

ballern

Opa hedd mi dat Scheit'n leert – Opa hat mir das Schießen beigebracht

Schiff, n.

Schipp, n., pl. Scheep

dat Schipp hedd gröine Seeg'l – das Schiff hat grüne Segel

schiffen

schippern

he schippert ober de Sei – er schifft über das Meer

Schiffer, m.

Schipper, m., pl. s

he is Schipper – er ist Schiffer

Schiffsbett, n.

Koje, f., pl. -n

he lich inne Koje – er liegt in der Koje

Schiffsjunge, m.

Schippsjung, m., pl. -s

he fangt as Schippsnjung an – er fängt als Schiffsjunge an

Schiffskoch, m.

Smuutje, m., pl. -s

de Smuutje is al an Bord – der Schiffskoch ist schon am Bord

Schiffsküche, f.

Kombüüs'n, f., pl. -

de Kombüüs'n is man lüttschet – die Schiffküche ist sehr klein

Schiffsmannschaft, f.

Kru, f., pl. -s

de Kru weer al an Bord – die Crew war schon an Bord

Schiffsrippe, f.

Spant'n, f., pl. -

twei Spant'n sind keputt – zwei Spanten sind kaputt

Schiffszimmerei, f.

Schippstimmerei, f., pl. n

ek abait nu in de Schippstimmerei – ich arbeite nun in der Schiffszimmerei

Schiffszimmermann, m.

Schippstimmermann, m., pl. -lüer

Schippstimmerlüer giff dat nich meer veel – Schiffszimmerleute sind rar geworden

Schikane, f.

Schikoone, f.

dat is raine Schikoone – das ist reine Schikane

schikanieren

schikanieren

se scheikaniert em bi jeder Geleg'nhait – sie schikaniert ihn bei jeder Gelegenheit

schikaniert

schikaniert

se hedd em schikaniert – sie hat ihn schikaniert

Schild, n. u. m.

Schild, n., pl. Schiller

ek mudd dat Schild utwesseln – ich muss das Schild auswechseln; de Schild weer den Knapp'n to swoar – der Schild war dem Knappen zu schwer

schildern

vetell'n, schildern

schilder mool den Vogang – schildere einmal den Vorgang

Schilf, n.

Schelf, n.

dat Schelf wat afmait – das Schilf wird abgemäht

schillern (frz. changeant)

schillern, schanjier'n

de Stoff schanjiert ' beet'n – der Stoff schillert ein wenig

Schilling, m.

Schilling, m., pl. -

dat kost veer Schilling – das kostet vier Schilling

Schimmel, m.

Schimmel, m., pl. s

he haar Spaak inne Woonung – er hatte Schimmel in der Wohnung; dat Fool'n von den Schimmel is noch dunkel – das Fohlen von dem Schimmel ist noch dunkel

schimmelig

schimmelich, spaakich

dat Brout is al schimmelich – das Brot ist schon schimmlig

schimmeln

Schimmeln, spaak'n

de Wand schimmelt – die Wand schimmelt

Schimmer, m.

Schimmer, m.

ek hebb kein Schimmer – ich habe keine Ahnung

schimmern

schimmern

dat schimmert soun beet'n dör – das schimmert ein weinig durch

schimpfen

schimp'n, keekeln, ballern

muss du denn jimmer gliik schimp'n? - musst du denn immer gleich schimpfen?

Schimpfwort, n.

Schimpwort, n., pl. -wöie

Schoopskopp, Snöös'l, Fleeg'l, Swiineeg'l, Üutz, Beng'l, Lump, Strolch

Schindel, f.

Schinnel, f., pl. -n

de Schinneln weern ut Holt – die Schindeln waren aus Holz

schinden

schind'n

he schind sek af – er schindet sich ab

Schinder, m.

Schinner, m., pl. -s

kenns du den Schinnerhannes? - kennst du den Schinderhannes?

Schinderei, f.

Schinnerrei, f., pl. -n

dat is de rainste Schinnerei – das ist die reinste Schinderei

Schinken, m.

Schink'n, m., pl. -s

de Schink'n is to dröich – der Schinken ist zu trocken

Schippe, f.

Schipp'n, f., pl. -s

ek hebb er op de Schipp'n noom'n – ich habe sie auf die Schippe genommen; de Schipp'nsteel is mi afbrook'n – der Schippenstiel ist mir abgebrochen

Schirm, m.

Schirm, m., pl. -e

ek hebb min Schirm vergeet'n – ich habe meinen Schirm vergessen

schlabbern

slabbern

wat slabbers du rum? – was schlabberst du herum?

Schlacht, f.

Slach, f., pl. -ten

de lach weer to Enn – die Schlacht war beendet

schlachten

slach'n [ek slach, du slachs, he/se slacht, wi/ji/se slacht][ek slach, du slachs, he/se slach, wi/ji/se slach'n][slacht]

fröier hebb de Buern noch jedet Joar 'n Swiin slacht – früher haben die Bauern noch jedes Jahr ein Schwein geschlachtet

Schlachter, m.

Slachter, m., pl. -s

fröier weer de Slachters ganz riik – früher waren die Schlachter sehr reich

Schlachterei, f.

Slachterei, f., pl. -n

nu hedd he de Slachterei opgeeb'n – nun hat er die Schlachterei aufgegeben

Schlachtfest, n.

Slachfess, n., pl. -te

wi fiert dat Slachfess – wir feiern das Schlachtfest

Schlacke, f.

Slack'n, f.

se hebbt de Slack'n op den Platz smeet'n – sie haben die Schlacke auf den Platz geworfen

Schlaf, m.

Sloop, m.

ek kann vo Hunger nich in'n Sloop koom'n – ich kann vor Hunger keinen Schlaf finden

Schläfe, f.

Sleef'n, f., pl. -

ek hebb den Baal an de Sleef'n kreeg'n – ich habe den Ball an die Schläfe bekommen

schlafen

sloop'n [ek sloop, du slopps, he/se sloppt, wi/ji/se sloopt][ek slöip, du slöips, he/se slöip, wi/ji/se slöip'n][sloop'n]

sek op't Our leig'n, op'n Wiim goon, sek lang mook'n, sek von binnen bekiik'n, penn'n – schlafen; du slopps di wat trech – du schläfst und schläfst

Schlafenszeit, f.

Sloop'nstiit, f., pl. -n

tiit no'n Bett – es ist Zeit, zu Bett zu gehen; nu is ober Sloop'nstiit!– nun aber ab ins Bett!

schlaff

slapp, slatterich

ek föil mi slapp – ich fühle mich schlapp; de Zopp'n is'n beet'n labberich – die Suppe schmeckt schlaff

Schlafittchen, n.

Slawittchen, n.

he hedd em bi'n Schlawittchen kreeg'n – er hat ihn erwischt

Schlafmütze, f.

Sloopmütz, f., pl. -n

du biss viilich ne Sloopmütz! - du bist vielleich eine Schlafmütze!

Schlafstube, f.

Sloopkoomer, f., pl. -n

ek go in de Sloopkoomer – ich gehe in das Schlafzimmer

Schlag, m.

Slach, m., pl. - Sleech

Klapps, Knuff, Puff

he hedd'n Slach kreeg'n – er hat einen Schlag oder Schlaganfall bekommen; he hedd Sleech kreeg'n – er hat Schläge bekommen

Schlagball, m.

Slachbaal, m., pl. -bäll

wi hebbt fook'n Slachbaal speelt – wir haben oft Schlagball gespielt

Schlagbaum, m.

Slachboum, m., pl. -böim

de Slachboum is houch – der Schlagbaum ist hoch

schlagen

sloon [ek sloo, du slais, he/se slait, wi/ji/se sloot,][ek slöich, du slöichs, he/se slöich, wi/ji/se slöig'n][sloog'n]

hau'n, knuff'n, buff'n

beeter dat Kind slait no'n Vadder as de Vadder no dat Kind – es ist besser das Kind schlägt nach dem Vater als Vater nach dem Kind; dat Haart puckert – das Herz schlägt; he hedd em welk nait – er hat ihn geschlagen; he hedd em vertobackt – er hat ihn verprügelt

Schläger, m.

Sleeger, m., pl. -s

He is'n Sleeger – er ist ein Schläger; ek hebb den Sleegen in'n Spint lech – ich habe den Schläger in den Spint gelegt

Schlagsahne, f.

Slachsoone, f., Slackermaschüü, Room

op den Kouk'n hört 'n beet'n Slackermaschüü – auf den Kuchen gehört ein wenig Schlagsahne

Schlaks, m.

Slacks, m., pl. -e

as Jung weer Rolf 'n Slacks – als Junge war Rolf ein Schlaks

schlaksig

slaksich

he is grout un slaksich wurn – er ist groß und schlaksig geworden

Schlamassel, m.

Schlamass'l, m.

nu hebbt wi den Slamass'l – nun haben wir den Schlamassel

Schlamm, m.

Schlamm, m., Slick, m., Modder, m., Matsch, m.

ek bin in den Modder steek'nbleeb'n – ich bin in dem Schlamm steckengeblieben

schlämmen

slämm'n [ek slämm, du slämms, he/se slämmt, wi/ji/se slämmt][ek slämm, du slämms, he/se slämm, wi/ji/se slämm'n][slämmt]

ek hebb den Boum gout inslämmt – ich habe den Baum gut eingeschlämmt

Schlampe, f.

Slamp'n, f., pl. -

Walpurga in ne Slamp'n – Walpurga ist eine Schlampe

schlampig

slampich, lodderich

loup nich so lodderich rum – lauf nicht so schlampig rum

Schlange, f.

Slang'n, f., pl. -

se hedd dat Wees'n von ne Slang – sie hat das Wesen einer Schlange

schlängeln

slängeln [ek slängel, du slängels, he/se slängelt, wi/ji/se slängelt][ek slängel, du slängels, he/se slängel, wi/ji/se slängeln][slängelt]

wi slängelt us so dör – wir schlängeln uns so durch

schlank

slank

'n goud'n Hoon watt nich fett – ein guter Hahn wird nicht fett; rank un slank – sehr schlank em sitt nix in Weech – er ist schlank

schlankweg

slankwech, einfach

dat weer slankwech to veel – das war einfach zu viel

schlapp

slapp, flau, maddelich

ek bin flau – ich fühle mich schlapp

schlappern

slabbern [ek slabber, du slabbers, he/se slabbert, wi/ji/se slabbert][ek slabber, du slabbers, he/se slabber, wi/ji/se slabbern][slabbert]

de Katt slabbert ere Melk – die Katze schlappert ihre Milch

Schlappschwanz, m.

Slappsteert, m., pl. -n, Waschlabb'n, m., pl. -

he is'n Waschlapp'n – er ist ein Waschlappen

schlau

schlau, pliitsch, vigeliinsch

he is besloog'n – er ist schlau; he is slitzoorich – er ist bauernschlau; Lore is nobesloon – Lore ist gerissen

Schlauch, m.

Slauch, m., pl. -Slöich

de Slauch is nich lang nouch – der Schlauch ist zu kurz

Schlaufe, f.

Sling'n, f., pl. -, Slöip'n, f., pl. -

mook de Slöip'n op'n – mach die Schleife auf

Schlaumeier, m.

Slaumaier, m., pl. -s, Kloukschiiter, pl. -s, Wichtikus, pl. -n

du biss mi'n Slaumaier – du bist mir ein ganz Schlauer

schlecht

slech, elend, slimm, schitterich, klööterich

dat smeckt as Knübb'l op'n Kopp; mi gait dat klööterich – mir geht es schlecht

Schlechtigkeit, f.

Slechtichkait, f., pl. -n

se is ut rainer Slechtigkait tosoom'nsett – sie ist aus reiner Schlechtigkeit zusammengesetzt

schlecken

slickern

he slickert den Pott ut – er schleckt den Topf aus

Schlehe, f.

Slei, f., pl. -n

Slei'n sind gesund – Schlehen sind gesund

Schlehenbusch, m.

Sleinbusch, m., pl. -büsch, Sleidoer'n, m., pl. -

an de Beek stait 'n Sleinbusch – an dem Bach steht ein Schlehenbusch

Schlei, f.

Slai, f.

anner Slai hebbt wi Urlaub mookt – an der Schlei haben wir Urlaub gemacht

Schleichen, n.

Sliik'n, n.

er Rumsliik'n mach ek op'n Dout nich – ihr Herumschleichen mag ich überhaupt nicht

schleichen

sliik'n [ek sliik, du slichs, he/se slich, wi/ji/se sliikt][ek sleik, du sleiks, he/se sleik, wi/ji/se sleik'n][sleek'n]

se sleik sek an em ran – sie schlich sich an ihn heran

Schleichweg, m.

Sliikwech, m., pl. -weech

den Sliiklwech kenn ek noch nich – den Schleichweg kenne ich noch nicht

Schleier, m.

Slaier, m., pl. -

de Slaier watt keputtreet'n - der Schleier wird zerrissen

Schleife, f.

Slöip'n, f., pl. -

de Slöip'n is tou grout – die Schleife ist zu groß

schleifen

sliip'n [ek sliip. du slips, he/se slipt, wi/ji/se slöipt][ek sleip,l du sleips, he/se sleip, wi/ji/se sleip'n][sleep'n]

ek hebb de Scheer sleep'n – ich habe die Schere geschärft; sliip nich dormet obern Bodd'n – schleif damit nicht über den Boden

Schleifstein, m.

Sliipstein, m., pl. -n

he sitt dor wi'n Oop op'n Sliipstein – er sitzt da wie ein Affe auf dem Schleifstein

Schleim, m.

Snodden, m., Sliim

de Snodd'n loppt em ut de Nees – der Schleim läuft ihm aus der Nase

schleimen

sliim'n [ek sliim, du sliims, he/se sliimt, wi/ji/se sliimt][ek sliim, du sliims, he/se sliim, wi/ji/se sliim'n][sliimt]

se hedd sek wo bi em insliimt – sie hat sich wieder bei ihm eingeschleimt

schleimig

sliimich

Lore is mi to sliimich – Lore ist mir zu schleimig

schleißen

sliit'n

dat slitt – das verschleißt

schlemmen

slemm'n [ek slemm, du slemms, he/se slemmt, wi/ji/se slemmt][ek slemm, du slemms, he/se slemm, wi/ji/se slemm'n][slemmt]

wi hebbt gewalltich slemmt – wir haben gewaltig geschlemmt

Schlemmerei, f.

Slemmerei, f., pl. -n

de Slemmerei is nu vobi – die Schlemmerei ist nun vorbei

schlendern

slennern [ek slenner, du slenners, he/se slennert, wi/ji/se slennert][ek slenner, du slenners, he/se slenner, wi/ji/se slennern][slennert]

ek bin de Schossee langslennert – ich bin auf der Chaussee langgeschlendert

Schlendrian, m.

Slennerjaan, m.

de Slennerjaan is nu vobi – der Schlendrian ist nun vorbei

schlenkern

slenkern

he slenkert met de Bein'n – er schlenkerte mit den Beinen

Schleppe, f.

Sleep, f., pl. -n

de Sleep weer veier Meeter lang – die Schleppe war 4 m lang

schleppen

sleep'n [ek sleep, du sleeps, he/se sleept, wi/ji/se sleept][ek sleip, du sleips, he/se sleip, wi/ji/se sleip'n][sleep'n]

ek sleep em af – ich schleppe ihn ab

Schlepper, m.

Slepper, m., pl. -s

de ein'n seicht Slepper, de annern Trecker – die einen sagen Schlepper, die anderen Trecker

Schleppnetz, n.

Sleepnetz, n., pl. -e

se fangt den Fisch met 'n Sleepnetz – sie fangen den Fisch mit einem Schleppnetz

Schlepptau, m.

Sleeptau, m., pl. -n

he haar em in Sleeptau – er hatte ihn im Schlepptau

Schleuder, f.

Twilln, f., pl. -

fröier haar jeder von us ne Twill'n – früher hatte jeder von uns eine Schleuder

schleudern

smiit'n [ek smiit, du smiss, he/se smitt, wi/ji/se smiit][ek smeit, du smeits, he/se smeit, wi/ji/se smeit'n][smeet'n]

ek hebb dat foers wechsmeet'n – ich habe das sofort weggeworfen

Schleuse, f.

Slüüs, f., pl. -n

de Slüüs is oop'n – die Schleuse ist offen

schleusen

slüüs'n [ek slüüs, du slüüst, he/se slüüst, wi/ji/se slüüst][ek slüüs, du slüüst, he/se slüüs, wi/ji/se slüüs'n][slüüst]

wi meit noch slüüs'n – wir müssen noch schleusen

Schleusenbecken, f.

Slüüskoomer, f., pl. -n

de Slüüskoomer is al vull – das Scheusenbecken ist schon voll

schlicht

slich

dat gait slich um slich – es geht schlicht um schlicht

schlichten

slicht'n [ek slich, du slichts, he/se schlicht, wi/ji/se slicht][ek slicht, du slichts, he/se slicht, wi/ji/se slicht'n][slicht]

Günter konn den Striit nich slicht'n – Günter konnte den Streit nicht schlichten

Schlick,m.

Slick, m., Modder, m.

woar di, dor is rain'n Slick – pass auf , das ist richtiger Schlick

schließen

sluut'n [ek sluut, du slüss, he/se slütt, wi/ji/se sluut][ek slöit, du slöits, he/se slöit, wi/ji/se slöit'n][sloot'n]

dichmook'n, tomook'n

de Döör gait nich tou – die Tür schließt nicht; dat Lock möit wi tohebb'n – das Loch müssen wir schließen; schott de Döör tou! – schließ die Tür!

schließlich

toless

toless wurt mi dat toveel – schließlich wurde es mir zuviel

Schliff, m.

Sliff, m.

bi'n Bund hedd he sin Sliff kreeg'n – beim Bund hat er seinen Schliff erhalten

schlimm

slimm, rain to dull, bitter, slech

dat is'n böis Sook – das ist eine schlimme Sache

Schlinge, f.

Sling'n, f., pl. -

de Sling'n hedd sek toutoog'n – die Schlinge hat sich zugezogen

Schlingel, m.

Sling'l, m., pl. -s, Sleiv, m.

du biss jo 'n richtig'n Sleiv – du bist ja ein richtiger Schlingel

schlingen

sling'n [ek sling, du slings, he/se slingt, wi/ji/se slingt][ek slüng, du slüngs, he/se slüng, wi/ji/se slüng'n][slung'n]

wi slüng'n dat so dool – wir schlangen das so herunter

schlingern

slingern [ek slinger, du slingers, he/se slingert, wi/ji/se slingert][ek slinger, du slingers, he/se slinger, wi/ji/se slingern][slingert]

dat Schipp is an slingern – das Schiff schlingert

Schlingpflanze, f.

Slingplant'n f., pl. -

Efoi is ne Slingplant'n – Efeu ist eine Schlingpflanze

Schlips, m.

Slips, m., Binner, m., pl. -s

ek kann min Slips nich finn'n – ich kann meinen Schlips nicht finden

Schlitten, m.

Slean, m., pl. -s

min Slean weer ut Holt – mein Schlitten war aus Holz

Schlittern, n.

Glirsch'n, n.

dat Glirsch'n is hier veboan – das Eisrutschen ist hier verboten

schlittern

sliddern, glitsch'n, glirsch'n

he is in disse Looch rinsliddert – er ist in diese Lage hineingeschlittert

Schlittschuh, m.

Striitschou, m., pl. -

ek hebb noch poor Holländer – ich habe noch ein Paar Holländer

Schlitz, m.

Slitz, m., pl. -n

de Slitz is grötter wurn – der Schlitz ist größer geworden

schlitzen

slitz'n

dat Glas hedd den Sitz opslitzt – das Glas hat den Sitz aufgeschlitzt

Schlitzohr, n,

Slitzouer, n., pl. -ern

du biss'n Slitzour – du bist ein Schlitzohr

schlohweiß

slouwitt

he is al slouwitt – er ist schon schlohweiß

Schloss, n.

Slodd, n., pl. Slööter

dat Slodd is keputt – das Schloss is kaputt; wi föiert op't Slodd – wir fahren zum Schloss

Schlosser, m.

Slosser, m., pl.-s

he is Slosser wurn – er ist Schlosser geworden

Schlosserei, f.

Slosserei, f., pl. -n

he hedd ne Slosserei – er hat eine Schlosserei

Schlot, m.

Slout, m., pl. -n

de Slout is 10 m houch – der Schlot ist 10 m hoch

schlotterig

slotterich, slackerich

dat sütt mi to slotterich ut – das sieht mir zu schlotterig aus

schlottern

slottern, slackern

se slottert vo Küll – sie schlottert vor Kälte

Schluck, m.

Sluck, m., pl. Slück

ek neem noch'n Sluck – ich nehme noch einen Schluck

Schluckauf, m.

Sluukop, n.

ek hebb'n Sluukop – ich habe einen Schluckauf

Schlückchen, n.

litt'n Sluck

'n litt'n Sluck gait woll – ein Schlückchen geht wohl

schlucken

sluuk'n

du muss dat doolsluuk'n – du musst das herunterschlucken

schludern

sludern

se sludert mi'n beet'n veel – sie tratscht mir zu viel

Schlummer, m.

Slummer, m.

he in noch in'n Slummer – er ist noch im Schlummer

schlummern

slummern

ek hebb 'n beet'n slummert – ich bin ein wenig eingeschlafen

Schlund, m.

Slund, m., pl. Slünn

dat gait nich dör'n Slund – das geht nicht durch den Schlund

Schluss, m.

Sluss, m., Enn, n.

nu slait ober dattain – nun ist aber Schluss

Schlüssel, m.

Slööd'l, m., pl. -s

de Slööd'l passt nich – der Schlüssel passt nicht

Schmach, f.

Schann, f., Blemoosch, f.

de Blemoosch weer nich nöidich ween – die Blamage wäre nocht nötig gewesen

schmachten

smacht'n

ek smach no Beier – ich schmachte nach Bier

schmächtig

smächtich, fiipsich

he weer man dünn un smaal – er war sehr schmächtig

schmackhaft

smackhaff

Melk un Brout mookt de Back'n rout – Milch und Brot machen die Backen rot

schmal

smaal, eng

dat is to smaal, dor koom ek nich dör – das ist zu schmal, da komme ich nicht durch

Schmalz, n.

Smolt, n.

giff mi mool dat Smolt – gib mir mal das Schmalz

Schmalzgebäck, n.

Smoltgebäck, n.

Smoltgebäck kann ek slech verdreeg'n – Schmalzgebäck kann ich schlecht vertragen

Schmalzkuchen, m.

Smoltkouk'n, m.

se mach gern Smoltkouk'n – sie mag gern Schmalzkuchen

Schmarotzer, m.

Smarotzer, m., pl. -s

Lisa is'n Smarotzer wi ut'n Leerbouk – Lisa ist ein Schmarotzer wie aus dem Lehrbuch

schmausen

sek gout smeck'n loot'n

Hannelore lett sek dat gout smeck'n - Hannelore lässt es sich gut schmecken

schmecken

smeck'n [ek smeck, du smecks, he/se smeckt, wi/ji/se smeckt][ek smeck, du smecks, he/se smeck, wi/ji/se smeck'n][smeckt]

Werner, din Kaffi smeckt nich – Werner, dein Kaffee schmeckt nicht; dat hedd mi nich smeckt – das hat mir nicht gefallen; Karin, din Eet'n hedd goud smeckt – Karin, dein Essen hat gut geschmeckt

Schmeichelei, f.

Snuut'nsnackerei, f., pl. -n

ere Snuut'nsnackerei kann ek nich af – ihre Schmeichelei kann ich nicht ertragen

schmeicheln

um'n Boart goon, glatt snack'n

se gait em um'n Boart – sie geht ihm um den Bart; se smeert em Honnich um't Muul – sie schmiert ihm Honig ums Maul; se snackt mi to glatt – ich mag ihre Schmeichelei nicht

Schmeichler, m.

Glattsnacker, m., pl. -s

'n Glattsnacker is Heinz noch nie ween – ein Schmeichler ist Heinz noch nie gewesen

schmeichlerisch

glattmuulich

se mookt dat ganz glattmuulich – sie macht das ganz schmeichlerisch

schmeißen

smiit'n [ek smiit, du smiss, he/se smitt, wi/ji/se smiit] [ek smeit, du smeits, he/se smeit, wi/ji/se smeit'n] [smeet'n]

se hebbt Heinz ruutsmeet'n – sie haben Heinz hinausgeworfen

Schmerbauch, m.

Smeerbuuk, m., pl. -büük

he hedd al'n richtig'n Smeerbuuk – er hat schon einen richtigen Schmierbauch

Schmerz, m.

Keel, m.

he konn den Keel nich meer uthoul'n – er konnte den Schmerz nicht mehr ertragen

schmerzen

kill'n [ek kill, du kills, he/se killt, wi/ji/se killt][ek kill, du kills, he/se kill, wi/ji/se kill'n][kull'n]

dat killt unhaimlich – das schmerzt sehr; dat hedd kull'n – das hat geschmerzt

schmerzt

killt

dat killt gewalltich – das schmerzt sehr; dat dait wei – das schmerzt sehr

Schmied, m.

Smitt, m.

Willi is 'n Smitt ween – Willi war Schmied

Schmiede, f.

Smear, f., pl. -n

nebenan is noch ne richtige Smear – nebenan ist noch eine richtige Schmiede

Schmiere, f.

Smear, f.

dor mutt meer Smear ran – daran muss mehr Schmiere

schmieren

smear'n

Afkoot'n und Woog'nröer, de mutt man gout smearn – Anwälte und Wagenräder muss man gut schmieren

Schmiererei, f.

Smearkroom, m., Klaikroom, m., Klaierei, f.

dat is kein Graffitti, dat is Klaierei – das ist kein Graffitti, das ist Schmiererei

Schmierfink, m.

Smeerfink, m.

du bis'n richtig'n Smeerfink – du bist ein richtiger Schmierfink

schmierig

smearlch

dat is mi to smearich – das ist mir zu schmierig

Schmierseife, f.

bruune Seip'n

dat muss du met bruune Seip'n rainmook'n – das musst du mit Schmierseife reinigen

schminken

smink'n

de siin Huus verköip'n well, moolt den Geeb'l an – wer sein Haus verkaufen will, malt den Giebel an; se well sek noch smink'n – sie will sich noch schminken

schmirgeln

smirgeln

ek will dat afsmirgeln – ich will das abschmirgeln

Schmirgelpapier, n.

Smirg'lpepier, n., Sandpepier, n.

met Smirgelpepier kanns du dat Ruuge wechkrieg'n – mit Schmirgelpapier kann man das Rauhe glätten

schmirgelt

smirgeln

dat smirgelt wi af – das schmirgeln wir ab

schmollen

muul'n, Snuut'n tein

nu tei man nich soune Snuut'n – nun schmoll mal nicht

schmoren

smouern [ek smouer, du smouers, he/se smouert, wi/ji/se smouert][ek smouer, du smouers, he/se smouer, wi/ji/se smouern][smouert]

dat Fleisch muss du smoern – das Fleisch musst du schmoren

schmuck

smuck, adrett

dat is ne smucke Deern – das ist ein hübsches Mädchen

Schmuck, m.

Smuck, m.

bi us is mool inbrook'n un Smuck klaut wurn – bei uns ist schon einmal einbrochen und Schmuck gestohlen worden

schmücken

smück'n

dat willt wi noch smück'n – das wollen wir noch schmücken

Schmuggel, m.

Smugg'l, m., Smuggelei, f.

he hedd von de Smuggelei leevt – er hat vom Schmuggel gelebt

schmuggeln

smuggeln [ek smuggel, du smuggels, he/se smuggelt, wi/ji/se smuggelt][ek smuggel, du smuggels, he/se smuggel, wi/ji/se smuggln][smuggelt]

ek hebb al mool Slibowitz smuggelt – ich habe schon einmal Slivovitz geschmuggelt

Schmuggler, m.

Smuggler, m., pl. -s

Smugglers willt kein'n Toll betool'n – Schmuggler wollen keinen Zoll bezahlen

schmunzeln

smunzeln [ek smunzel, du smunzels, he/se smunzelt, wi/ji/se smunzelt][ek smunzel, du smunzels, he/se smunzel, wi/ji/se smunzeln][smunzelt]

dor möit ek ober smunzeln – da muss ich aber schmunzeln

schmusen

smuus'n [ek smuus, du smuust, he/se smuust, wi/ji/se smuust][ek smuus, du smuust, he/se smuus, wi/ji/se smuus'n][smuust]

Uschi un Heinz hebbt smuust – Uschi und Heinz haben geschmust

Schmutz, m.

Dreck, m., Schiit, m., Matsch, m. Ooskroom

mine Steebeln sind im Matsch steek'nbleeb'n – meine Stiefel sind im Dreck steckengeblieben

Schmutzfink, m.

Klaifiik'n, m., pl. -

du biss 'n Klaifiik'n – du bist ein Schmutzfink

schmutzig

dreckich, muddelich

dat is Schiit, wenn ein met Dreck hannelt – schmutziges Geschäft

Schmutzwasser, n.

Afwooter, n.

dat is dat Rouer fo Afwooter – das ist ein Abwasserrohr

Schnabel, m.

Snoob'l, m., pl. -s

he nöim dat aals obern Snoob'l – er hat sich das alles angeeignet

Schnack, m.

Snack, m., pl. Snäck

dat is jo'n ganz annern Snack – das ist ja etwas völlig anderes

Schnake, f.

Snook, f., pl. -n

dor giff dat Snook'n – da gibt es Schnaken

Schnalle, f.

Snall'n, f., pl. -

ek hebb mine Schnall'n velor'n – ich habe meine Schnalle verloren

schnallen

snall'n [ek snall, du snalls, he/se snallt, wi/ji/se snallt][ek snall, du snalls, he/se snall, wi/ji/se snall'n][snallt]

ek hebb dat snallt – ich habe es begriffen

schnappen

snapp'n [ek snapp, du snapps, he/se snappt, wi/ji/se snappt] [ek snapp, du snapps, he/se snapp, wi/ji/se snapp'n] [snappt]

he snappt no Luff – er schnappt nach Luft; bi'n Kanthook'n kriig'n/bi'n Slawittchen kriig'n/ bi'n Wickel kriigen -schnappen, erwischen

 

Schnaps, m.

Snaps, m., pl. Snäps

Sluck, Fusel, Kööm, Spriit Brammiin

he nimmt gern 'n Lütt'n – er trinkt gern einen Schnaps

Schnapsflasche, f.

Snapsbudd'l, m., Köömbuddel, m., Spriitbuddel, m.

be de Koul un Pink'ltuur bruukt man 'n Snapsbuddel – bei der Kohl- und Pinkeltour braucht eine Schnapsflasche

schnarchen

nnork'n [ek snork, du snorks, he/se snorkt, wi/ji/se snorkt][ek snork, du snorks, he/se snork, wi/ji/se snork'n][snorkt]

met Snork'n kann du de annern vergrellt mook'n – mit Schnarchen kann man die anderen verärgern

Schnarchen, n.

Snork'n, n.

dat is kein Snork'n meer, dat is al Soog'n – das ist kein Schnarchen mehr, das ist schon Sägen

schnattern

snaddern

twei Wiiber un'n Gous mookt'n Maak – zwei Frauen und eine Gans sind nur am Schnattern

schnauben

snuub'n [ek snuuv, du snuufs, he/se snuff, wi/ji/se snuuvt] [ek snöiv, du snöivs, he/se snöiv, wi/ji/se snöib'n] [snoob'n]

snuuv du di ersmool de Nees – schnaub dir ersteinmal die Nase

Schnauben, n.

Snuub'n, n.

ek hör sin Snuub'n – ich hör sein Schnauben

schnaufen

puus'n [ek puus, du puust, he/se puust, wi/ji/se puust] [ek puus, du puust, he/se puus, wi/ji/se puus'n] [puust]

he hedd oarich puust – er hat stark geschnauft

Schnauze, f.

Snuut'n, f., pl. -

ek hebb de Snuut'n full – ich habe die Schnauze voll

schnauzen

schnauz'n

schnauz mi nich an – schnauz mich nicht an

Schnecke, f.

Sneik'n, f., pl. -

de Sneik'n bringt mi in Brass – die Schnecken ärgern mich

Schneckenhaus, n.

Sneik'nhuus, n., pl. -hüüs

dat Sneik'nhuus is twai – das Schneckenhaus ist kaputt

Schnee, m.

Snei, m.

dat is wo rain'n Slackersnei - das ist wieder Wasserschnee

Schneeball, m.

Sneibaal, m., pl. -bääl

wi hebbt ouk'n Sneibaal in Goarn – wir haben auch einen Schneeball im Garten; wi hebbt us mi met Sneibääl smeet'n – wir haben uns mit Schneebällen beworfen

Schneeflocke, f.

Sneiflock'n, f., pl -

de erst'n Sneiflock'n faalt – die ersten Schneeflocken fallen

Schneegestöber, n.

Sneidriib'n, n.

dat Sneidriib'n hört nich op – das Schneetreiben hört nicht auf

Schneeglöckchen, f.

Sneiglöckschen, f.

de Sneiglöckschen koomt – die Schneeglöckchen sprießen

schneeweiß

sneiwitt

du biss jo sneiwitt – du bist ja ganz blass im Gesicht

Schneewittchen, n.

Sneiwittchen, n.

Sneiwittchen leich in'n Saarch ut Glas – Schneewittchen lag im Glassarg

Schneide, f.

Sniid, f., pl. -n

de Sniid is stump – die Schneide ist stumpf

schneiden

sniern [ek snier, du snitts, he/se snitt, wi/ji/se sniert] [ek sneit, du sneits, he/se sneit, wi/ji/se sneit'n] [snearn]

he snitt em – er schneidet ihn; Jürgen hedd ne Schiib'n Brout affsnearn – Jürgen hat eine Scheibe Brot abgeschnitten

Schneider, m

Sniider, m., pl. -s

Heini weer Sniider – Heini war Schneider

Schneiderin, f.

Naisch, f., pl. -n

Anno gait no de Naisch – Anna geht zur Schneiderin

schneidern

sniidern [ek sniider, du sniiders, he/se sniidert, wi/ji/se sniidert][ek sniider, du sniiders, he/se sniider, wi/ji/se sniidern][sniidert]

nain

kanns du mi'n Anzuch sniidern – kannst du mir einen Anzug schneidern

schneien

snai'n [ek snai, du snais, he/se snait, wi/ji/se snait][ek snai, du snais, he/se snai, wi/ji/se snai'n][snait]

dat fangt an to snai'n – es fangt an zu schneien

schnell

fix, flink

dat gait in'n Nu – das geht schnell; ein-twei-drei haar he dat erledicht – er hat das schnell erledigt

Schnepfe, f.

Himmelszeech, f., pl. -zeeg'n

In de Maarsch hebb ek 'n Schnepf'n sein – in der Marsch habe ich eine Schnepfe gesehen

schneuzen

snuub'n [ek snuuv, du snuffs, he/se snuff, wi/ji/se snuuvt][ek snöiv, du snöivs, he/se snöiv, wi/ji/se snöib'n][snoob'n]

he hedd sek snoob'n – er hat sich geschneuzt

schnippeln

snibbeln

Anno snibbelt Boun'n – Anna schnippelt Bohnen

schnippisch

spitz, snippisch

wees nich so spitz! – sei nicht so schnippisch!

Schnitt, m.

Snitt, m., pl. -n

den Snitt hedd mi de Naische geeb'n – den Schnitt hat mir die Schneiderin gegeben; de Snitt is nich deiv – der Schnitt ist nicht tief

Schnitte, f.

Snear, f., pl. -n

giff mi mool ein Snear Brout – gib mir mal eine Schnitte Brot

schnitzen

snitz'n [ek snitz, du snitzt, he/se snitzt, wi/ji/se snitzt][ek snitz, du snitzt, he/se snitz, wi/ji/se snitz'n][snitzt]

bi'n Snitz'n muss du als wechsnier'n, wat nich to de Figuur hört – beim Schnitzen musst du alles wegschneiden, was nicht zur Figur gehört

Schnitzen, n.

Snitz'n, n.

to Snitz'n bruuks du dat richtige Waarktüuc - zum Schnitzen braucht man das richtige Werkzeug

schnodderig

snodderich

he hedd ne ganz snoderige Oart – er hat eine ganz schnodderige Art

Schnörkel, m.

Snörkel, m., pl. -s

dor is noch'n Snörkel – da ist noch ein Schnörkel

schnorren

snorr'n

se kann dat Snorr'n nich loot'n – sie kann das Schnorren nicht lassen

Schnösel, m.

Snöös'l, m., pl. -s

dat is noch'n richtig'n Snöös'l – das ist noch ein richtiger Schnösel

Schnucke, f.

Snuck, f., pl. -n

de Snuck'n giff dat veel in de Lüneborger Haid – Schnucken gibt es viel in der Lünerburger Heide

Schnüffeln, n.

Snüffeln, n.

dat Snüffeln kann se nich loot'n – das Schnüffeln kann sie nicht lassen

schnüffeln

snüffeln [ek snüffel, du snüffels, he/se snüffelt, wi/ji/se snüffelt] [ek snüffel, du snüffels, he/se snüffel, wi/ji/se snüffeln] [snüffelt]

se is jümmer an snüffeln – sie ist immer neugierig

Schnuller, m.

Suuger, m., pl. -s

se hedd den Suuger wechsmeet'n – sie hat den Schnuller weggeworfen

Schnupfen, m.

Snööv, m.

ek hebb'n Snööv – ich habe Schnupfen

schnuppern

snuppern

wi willt blous 'n beet'n snuppern – wir wollen nur ein wenig schnuppern

Schnur, f.

Snouer, f.

de Aaf'n heb ek met de Snour plant – die Erbsen habe mich mit der Schnur gepflanzt

Schnürband, n.

Snöierband, n., pl. -bänn

dat Snöierband is oop'n – das Schnürband ist offen

schnüren

snöiern [ek snöier, du snöiers, he/se snöiert, wi/ji/se snöiert][ek snöier, du snöiers, he/se snöier, wi/ji/se snöiern][snöiert]

snöier din Schou mool to – schnüre deine Schuhe

schnurgerade

snuergrood

wi goot dor snuergrood op to – wir gehen schnurgerade drauf zu

Schock, m.

Schock, m.

he hedd twei Schock Göis – er hat 2 mal 60 Gänse

schockieren

schockier'n, vo'n Kopp stöiten

wi will Lore mool schockier'n – wir wollen Lore einmal schockieren

schockiert

schockiert

Hanne is schockiert – Hanne ist schockiert

Schöffe, m.

Schöff, m., pl. -n

dor sitt de Schöff'n – da sitzen die Schöffen

Schokolade, f.

Schokolood, f., pl. -n

se mach keine Schokolood – sie mag keine Schokolade

Scholle, f.

Scholl'n., pl. -

wi willt ne Scholl'n eet'n – wir wollen eine Scholle essen; he sitt op sine Scholl'n – er sitzt auf seiner Scholle

schon

al

al lang – schon längst

schön

schöin, schier

se Sünn schiint schöin – die Sonne scheint schön

schonen

schoun'n [ek schoun, du schouns, he/se schount, wi/ji/se schount][ek schoun, du schouns, he/se schoun, wi/ji/se schoun'n][schount]

dat hebbt wi schoun'n moss – das mussten wir schonen

Schönheit, f.

Schöinhait, f., pl. -n

se weer keine Schöinhait – sie war keine Schönheit

Schonung, f.

Schounung, f., pl. -n

de Förster is inne Schounung – der Förster ist in der Schonung

Schonzeit, f.

Schountiit, f., pl. -n

jetz is Schountiit – jetzt ist Schonzeit

schöpfen

schöpp'n

se schöppt dat af – sie schöpft das ab

Schorf, m.

Schorf, m.

dat is Schorf – das ist Schorf

schorfig

schorfich

dat is'n beet'n schorfich – das ist ein wenig schorfig

Schornstein, m.

Schosstein, m., pl. -er

de Schosstein is to oult – der Schornstein ist zu alt

Schornsteinfeger, m.

Schossteinfeeger, m., pl. -s

de Schosteinfeeger bringt Glück – der Schornseinfeger bringt Glück

Schote, f.

Schoot'n, f., pl. -

de Boun'n hebbt Schoot'n – die Bohnen haben Schoten

Schott, n.

Schott, n., pl. -n

mook dat Schott tou – mach das Schott zu; houl din Schott! – halt deine Klappe!

Schotte, m.

Schotte, m., pl. -n

de Schotten sind spoarsoom – die Schotten sind sparsam

schottisch

schottisch

dat is al schottisch – das ist schon schottisch

Schottland

Schottland

in Schottland reeg'nt dat fook'n – in Schottland regnet es oft

schräg

schreech

dat schreege Dack – das schräge Dach

Schräge, f.

Schreech, f., pl. Schreeg'n

dor is blous eine Schreech in – darin ist nur eine Schräge

Schramme, f.

Schramm'n, f., pl. - Ratsch, m., pl. -er

ek hebb'n Schramm'n afkreeg'n – ich habe eine Schramme abbekommen

schrammen

schramm'n [ek schramm, du schramms, he/se schrammt, wi/ji/se schrammt][ek schramm, du schramms, he/se schramm, wi/ji/se schramm'n][schrammt]

ratsch'n

ek hebb mi ratscht – ich habe mir eine Schramme zugezogen

Schrank, m.

Schapp, n., pl. Schäpp

kein Stern an'n Himme'l, sä de Mann, dor keik he in't leddige Schapp – kein Stern am Himmel, sagte der Mann und sah in den leeren Schrank

Schrankbett, n.

Alkoow'n, m., pl. -

'n Alkoow'n giff dat vondooch nich meer – einen Alkoven gibt es heute nicht mehr

Schranke, f.

Schrank'n, f., pl. -

an 'n Boohobergang in Wai weer ne Schrank'n – am Bahnübergang in Weyhe gab es eine Schranke

Schraube, f.

Schruub'n, f., pl. -

weeg'n einer Schruub'n föiert he no 'n Boumaarkt – wegen einer Schraube fährt er zum Baumarkt

schrauben

schruub'n [ek schruuv, du schruffs, he/se schruff, wi/ji/se schruuvt][ek schröiv, du schröivs, he/se schröiv, wi/ji/se schröib'n][schroob'n]

schruuv mi dat mool an! – schraub mir das mal an!

Schraubendreher, m.

Schruub'ntrecker, m., pl. -s

fröier hedd dat Schruub'ntrecker heit'n – früher hat das Schraubenzieher geheißen

Schraubenschlüssel, m.

Schruub'nslööt'l, m., pl. -s

giff mi mool 'n tainer Schruub'nslööt'l – gib mir mal einen 10-Schraubenschlüssel

Schrecken, m.

Schreck, m. pl. -n

dat weer ober'n Schreck – das war aber ein Schreck

schrecken

vejoog'n

se well em vejoog'n – sie will ihn erschrecken

schreckhaft

schreckhaff

wees doch nich so schreckhaff – sei doch nicht so schreckhaft

schrecklich

schrecklich

dat is jo schrecklich – das ist ja schrecklich

Schrei

 

 

Schreiben, n.

Schriib'n, n., pl. -

dat Schriib'n is vondooch ankoom'n – das Schreiben ist heute angekommen; he hedd den Breiv kreeg'n – er hat den Brief erhalten

schreiben

schriib'n [ek schriiv, du schriffs, he/se schriff, wi/ji/se schriivt] [ek schreiv, du schreivs, he/se schreiv, wi/ji/se schreib'n] [schreeb'n]

Heinz hedd Hannelore 'n Breiv schreeb'n – Heinz hat Hannelore einen Brief geschrieben; klai'n – schlecht schreiben; tipp'n – mit der Schreibmaschine schreiben

Schreibheft, n.

Schriivheff, n., pl. te

ek hebb min Schriivheff vergeet'n – ich habe mein Schreibheft vergessen

Schreibschrank, m.

Schriivchrank, m., pl. -schränk; Klappkomoud, f., pl. -n

fröier haarn de maist'n Löüer 'n Schriivschrank – früher hatten die meisten Leute einen Schreibschrank

Schreibweise, f.

Schiievwiis, f., pl. -n

de Schriivwiis is ganz anners – die Schreibweise ist ganz anders

schreien

schrich'n

(ek schrich, du schrichs, he/se schricht, wi/ji/se schricht][ek schreich, du schreichs, he/se schreich, wi/ji/se schreich'n][schricht]

wat schrichs du hier so rum? – was schreist du hier so rum?

schreien

bolken [ek bolk, du bolks, he/se bolkt, wi/ji/se bolkt] [ek bölk, du bölks, he/se bölk, wi/ji/se bölk'n] [bolkt]

wenn de Ping'l keputt is, muss du bolk'n – wenn die Klingel kaputt ist, musst du laut rufen

Schrift, f.

Schriff, f., pl. -t'n

hook'n un stook'n – unbeholfene Schrift; Krickelkrackel – unleserliche Schrift

schrill

schrill grell , schaarp

dat is mi to schrill – das ist mir zu schrill

Schriststeller, m.

Schriffsteller, m., pl. -s, Schriiber, pl. -s

ek will Schriffsteller weern – ich will Schriftsteller werden

Schritt, m.

Schritt, m., pl. Schrear

ein Schritt no'n annern mook'n – einen Schritt nach dem anderen machen

schroff

butt, barsch

wees nich so butt – sei nicht so schroff

schröpfen

schröpp'n

Lisa schröppt em – Lida schröpft ihn

Schrot, m.n u, n,

Schrout, m. u. n.

Hans-Jürgen hedd met Schrout schoot'n – Hans-Jürgen hat mit Schrot geschossen; wenn Koern groff mool'n wat, heit dat Schrout

schroten

schrout'n

de Müller well dat Kouern schrout'n – der Müller will das Korn schroten

schrubben

schrubb'n [ek schrubb, du schrubbs, he/se schrubbt, wi/ji/se schrubbt][ek schrubb, du schrubbs, he/se schrubb, wi/ji/se schrubb'n][schrubbt]

Ursel hedd de Terass'n schrubbt – Ursel hat die Terrasse geschrubbt

Schrubber, m.

Schrubber, m., pl. -s

de Schrubber is keputt – der Schrubber ist kaputt

Schrulle, d.

Schrull'n, f., pl. -, Grabb'n, pl. -

Lore hedd ere Schrull'n – Lore hat ihre Schrullen

schrullig

schrullich

se is'n beet'n schrullich – sie ist ein wenig schrullig

schrumpfen

schrump'n [ek schrump, du schrumps, he/se schrumpt, wi/ji/se schrumpt][ek schrümp, du schrümps, he/se schrümp, wi/ji/se schrümp'n][schrumpt]

wenn wi oller weert, schrumpt wi – wenn wir älter werden, schrumpfen wir

Schublade, f.

Schuuvloode, f., pl. -n

de Schuuvlood klemmt – die Schublade klemmt

Schubs, m.

Schubs, m. pl. -e

he hedd er'n Schubs geeb'n – er hat ihr einen Schubs gegeben

schubsen

schups'n [ek schups, du schups, he/se schupst, wi/ji/se schupst][ek schups, du schupst, he/se schups, wi/ji/se schups'n][schupst]

de hedd mi schupst – sie hat mich geschubst

schüchtern

schüchtern, verleeg'n

he weer jimmer 'n beet'n schüchtern – er war immer ein wenig schüchtern

Schüchternheit, f.

Schüchternhait, f.

ere Schüchternhait is grout – ihre Schüchternheit ist groß

Schuft, m.

Schuft, m.

he is'n Schuft – er ist ein Schuft

schuften

schuff'n

he mutt schuff'n – er muss schuften

Schufterei, f.

Schuffterei, f., pl. Schuffterein

verdammte Schuffterei – verdammte Schufterei

Schuh, m.

Schou, m., pl. -

ek hebb min Schou putzt – ich habe meine Schuhe geputzt

Schuhbürste, f.

Schoubuss, f., pl. -n

giff mi mool de Schoubuss – gib mir mal die Schuhbürste

Schuhmacher, m.

Schoumooker, m., pl. -s

Schoumooker giff dat nich meer veel – es gibt nicht mehr viele Schuhmacher

Schularbeit, f.

Schoulabait, f., pl. -n

hess du din Schoulabait'n mookt? – hast du deine Schularbeiten gemacht?

Schuld, f.

Schuld, f.

wenn'n sülls nich hang'n well, mutt woll de Hund de Wuss klaut hebb'n – ich kann keine Schuld haben

schulden

schuld'n

Se schuld mi dat – sie schuldet mir das

schuldig

schuldich

schuldich oder nich schuldich –