Kurioses

Das Schöne an der plattdeutschen Sprache ist, dass einige Begriffe mehrfach in unterschiedlicher Bedeutung Verwendung finden und dass  einige Begriffe nicht so ohne weiteres ins Hochdeutsche übertragen werden können.

 

 

 

daddeln

unsinniges Herumspielen, meistens mit einem Computer

 

drabbeln

auch hier das Verschütten von Flüssigkeit, aber wesentlich mehr als nur tröpfeln

 

drömeln

träumend, ohne jeglichen Antrieb dahinschleindern

 

drüns'n

in weinerlichem Ton um etwas bitten, verlangen oder einfordern

 

muddeln

in Dreck herumwühlen, herumhantieren

 

nain'n

Dieser Begriff wird in unterschiedlicher Weise eingesetzt: Se nait sek ein Klein - Sie näht sich ein Kleid. He hedd em ein nait - Er hat ihm einen Schlag versetzt. Nai em! - Gibs ihm! He hedd er nait - Er hat sie ge..... (wobei es noch fraglich ist, wenn man den vorhergehenden Satz liest, dass es sich dabei um einvernehmlichen Sex gehandelt hat)

 

plör'n

plör'n z. B. ist mehr als nur verschütten. Plör'n kann man nur mit Flüssigkeit

 

 

schall

se schall woll Schiit freet'n - zur Bezeichnung einer krankhaft Geizigen. sie soll wohl Sch. fressen oder man nimmt an, dass sie Sch. frisst

 

 

 

 

 

 

Heinz Tödtmann